Retail Performance Management

Business Intelligence analysiert wichtige Unternehmenskennzahlen, liefert Verantwortlichen auf einen Blick entscheidende Informationen und zeigt Zusammenhänge und Trends in der Entwicklung des Unternehmens, einzelner Geschäftsbereiche oder klar definierter Aufgabenbereiche auf. Business Intelligence hat sich bei großen Unternehmen etabliert. Der Handel ist bislang aber nicht recht glücklich geworden mit den Lösungen „von der Stange“ – trotz aller Flexibilität der erhältlichen Programme. Zu speziell sind die Anforderungen in diesem Segment, um sie mit vorgefertigten Lösungen abzudecken. Die von Standardlösungen ausgewählten Kennzahlen sind nicht repräsentativ für die Steuerung eines Handelsunternehmens. Eine auf den Handel zugeschnittene Lösung muss deshalb zunächst ein Referenzmodell kreieren, um so die Auswertung von handelsspezifischen Kennzahlen zu unterstützen.

Dabei sind Größen wie Cashflow und Umsatz wichtig. Ein entscheidende Rolle spielen aber alle Zahlen rund um den Warenfluss. Wareneingang, Lagerung und Warenausgang müssen genau analysiert werden. Im einzelnen bedeutet das: zuverlässige und umsatzstarke Lieferanten identifizieren, optimale Bestellmengen ermitteln, Lagerungszeiten von Artikeln und Lieferzeiten erkennen sowie Umsatz- und Verkaufsflächen optimieren. Um die Ware den Kunden schmackhaft zu machen, muss der Handel darüber hinaus Kundenwünsche verstehen, Reaktionszeiten am Point of Sale verkürzen und Werbeaktionen evaluieren. Zu guter Letzt krönt eine flexible Sortiments- und Preisgestaltung als Reaktion auf vorangegangene Analysen ein handelsspezifisches Referenzmodell.

Das Systemhaus T-Systems, eine Tochter der Deutschen Telekom, und der Softwareanbieter Information Builders haben gemeinsam ein solches Referenzmodell kreiert. Auf dieser Basis ist die Lösung Retail Performance Management aufgebaut, die alle oben aufgeführten Kennzahlen bereitstellt. Dabei haben die beiden Partner die neueste Studie zu Retail Performance Management berücksichtigt, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Zentes und dem Institut für Handel und Internationales Marketing der Universität des Saarlandes erstellt wurde. Ansätze wie Efficient Consumer Response (ECR) schlagen sich darin nieder. Retail Performance Management unterstützt dementsprechend die Performance-Messung sowohl klassischer Unternehmensprozesse als auch neue Dispositionsformen auf Basis des ECR-Ansatzes, wie Vendor Managed Inventory, Continuous Replenishment oder Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment.


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